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Long Night of the Old Stagers / Die lange Nacht der Alten

Long Night of the Old Stagers / Die lange Nacht der Alten


Long Night of the Old Stagers / Die lange Nacht der Alten

Talkshow mit God's Entertainment

God's Entertainment versucht mit der Performance "Die lange Nacht der Alten" das Thema des gebraucht Werdens, des verbraucht, ausgemustert, abgelaufen und überholt Seins aufzugreifen, umzusetzen.

Hierbei wird die Frage bzw. das Motiv dieses Alterungsprozesses in eine performative Intervention in einem Altersheim - "verkleidet" als Talkshow - übersetzt werden, welche sich das Thema "Theater: vorher - nachher" zum Diskussionsgegenstand stellt.

Die Talkshow als Form des Meinungsaustauschs bietet die Möglichkeit die eingeladenen Personen diskret und doch in gewisser Weise freundschaftlich in einen Dialog (mit Publikumsbeteiligung) zu stellen. Sie ermöglicht für die Bewohner dieses Altersheims sozusagen vielleicht das letzte Mal die Chance sich selbst zu inszenieren, sich selbst in Szene zu setzen, der Welt etwas mitzugeben. Die Frage des Themas Theater ist dabei nur sekundär. Es dient lediglich als Aufhänger. Im Rahmen der Show soll einerseits der Wandel im Theater (machen, spielen, Konsument sein,...) im Verlauf der letzten 50 Jahre diskutiert, subjektiv eingeordnet werden; der Frage der Veränderung auf den Grund gegangen werden. Dies wird durch vorher ausgewählte, geladene Gäste des Heims und ausgewählte Publikumsbeteiligung vermittelt werden. Durch Beispiele aus vergangener und heute präsenter Theaterszenerie sollen Vergleiche in Bezug auf Schönheit, Sinnhaftigkeit, künstlerischer Relevanz erläutert werden. Dies wird durch die Präsentation von kurzen Videoausschnitten und Bildern als Hilfsmittel aus verschiedenen Theaterinszenierungen der Vergangenheit unterstützt.



Andererseits jedoch impliziert die Möglichkeit der Veränderung des Theaters - allein schon die Art und Weise der Inszenierungen (klassisch, postdramatisch, zeitgenössisch,...) im weiteren Sinn auch die Möglichkeit der Veränderung unserer Gesellschaft. Kann die ständige Suche nach unverbrauchten, neuen, verrückteren "Ideen" (verstanden als das erschaffen einer völlig neuen, oder revolutionieren der bisherigen Theatersprache) und Inszenierungen und das gleichzeitige ablehnen, negieren, von als altmodisch und überholt erscheinenden Darbietungen mit dem Zukunftsstreben unserer modernen Gesellschaft gleichgesetzt werden?
Ist unsere moderne Gesellschaft interessanter, ansprechender oder gar wichtiger als vor 20, 30, 50 oder 100 Jahren?
Weiters soll auf die Frage der Wichtigkeit der künstlerisch-politischen Einstellung der Intendanz und des Hauses eingegangen werden. Warum inszeniert wer - was? Warum will man sich von seinen Vorgängern unterscheiden? Wie weit kann die Intendanz die Zukunft des Hauses beeinflussen, wo stößt sie an seine Grenzen und wird von der Politik des Hauses - geprägt von alteingesessenen Richtlinien und Normen oder auch genau vom Gegenteil - untergraben?



Ist vielleicht das Publikum schuld? Durch welche Faktoren wird die Zukunft des Theaters noch weiters positioniert?


Ablauf:

Zum Beginn des Abends wird im Hintergrund leise Piano gespielt um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Sie soll den Einstieg in die Diskussion sozusagen vorbereiten um mit dem Darstellern und dem Publikum warm zu werden. In einem Halbkreis werden in einem vorgesehenem (Party)raum Couches platziert. Die Bewohner des Heims kommen in den Raum. Zuvor speziell eingeladene Bewohner welche sich an der Diskussion beteiligen nehmen auf den Couches Platz. Ebenfalls auf einer der Couches werden die Moderatoren von GE platz nehmen, bzw. immer wieder durch das Publikum gehen, wenn spezielle Fragen an die Interviewpartner gestellt werden. Zwei KellnerInnen werden sich während des Talks regelmäßig um das Wohl der eingeladenen Gäste kümmern. Im Raum verteilt 4 werden Kameras bzw. eine Handkamera positioniert. Während der Performance läuft immer wieder leise Pianomusik.
Am Ende wird eine Swingband den Abend einrahmen. Die Stühle der Zuseher werden beiseite geräumt. Die Band beginnt zu spielen. Die Mitwirkenden versuchen mit allen Bewohnern in Kontakt zu treten und sie gemeinsam zum Tanzen aufzufordern.

Termine: Oktober 2007 Location: Millennium Senioren & Pflegeheim Döbling Obersteinergasse 18, 1190 Wien
Termine: November 2007 Location: brut-wien, Lothringerstr. 20, 1030 Wien



Gefördert von MA7 Stadt Wien


bildright: Eva Beresin



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