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Das ist fantastisch!

Das ist fantastisch!

Tuesday, 26.06.2007 18:17 | Archiv > Das ist fantastisch! | Comments 0

Das ist fantastisch!

Eine GEs Intervention in Modeschau


Ich finde es wichtig, dass meine Generation dem Thema Aids mehr Aufmerksamkeit schenkt.
(Sandy)

Inwiefern ist es überhaupt wichtig – statistisch gesehen – die aktuelle HIV-Problematik als eine potentielle Existenzbedrohung des Menschen in eine Problematik des Konsumenten einzuordnen um die Verantwortung der Betroffenen vom menschlichen Immundefekts-Virus auf die allgegenwärtige Gesellschaftsstrukturen abzuleiten? Inwiefern ist dies weiters als eine Frage vor allem im Rahmen des/der Modekonsums/Modekonsumenten möglich bzw. vorstellbar? Hypothetisch gesehen, die Frage bleibt für jeden selbst offen stehen. Die Verantwortung jedoch nicht. Ziel der von GE’s inszenierten Interventionsreihe war es das (Problem) HIV-positive im Modebereich als Synonym für einen mitunter lasziven Lebnesstil (als Selbstdarstellung/Ausdruck des Lebensstils) unmittelbar und performativ zu thematisieren. In „das ist fantastisch!“ übernimmt GE diese Verantwortung für sich selbst und die geladenen Gäste. Durch die Verwendung zielgerechter Elemente versucht GE trotz des Bietens von genussreicher Unterhaltung (Genuss, Lust, Sucht, vom Verbotenen probieren, naschen,... als weiterführende Metapher für sexuelle Handlungen), gleichzeitig auf mögliche Nachwirkungen oder Folgeschäden aufmerksam zu machen.


Ablauf:

Beginnend mit einer kurzen choreographierten Tanzeinlage zur Musik von George Michael wird versucht, das Publikum zum Naschen von den Zuckerwattekostümen von den sich darunter nackten Körpern der Performer zu bewegen. Dies wird durch den gezielten Zugang auf einzelne Personen erreicht. Der persönliche Kontakt mit den Gästen schafft den Spielraum, die nötige Interaktion mit dem Publikum aufzubauen, mit dem Ziel der Entdeckung, dass die Performer HIV-positive sind. Dies wird durch das gänzliche Ableckens der Zuckerwatte von den Performern erreicht. Am nackten Oberkörper wird am Ende der mit Lippenstift geschriebene Schriftzug HIV-positive sichtbar. Für die anwesenden Modekonsumenten ist der Auftritt schnell vorbei. Der Konsum war angenehm, schnell, erlaubt und aufregend – like sex! mit unvorhersehbarem Ausgang.

Da die Modewelt versucht den heutigen Massenkonsum im Bereich eines zum Beispiel Lebensstils zu prägen (und umgekehrt), spielt natürlich auch die Form der Bewerbung und der (Massen)Medien eine unumstößliche Rolle. GE wurde für diesen Auftritt vom ORF engagiert den Moderationspart der Performance zu übernehmen und dies zu dokumentieren. Im durchgeführten Interview wurde immer wieder versucht, die Zuschauer in die Rolle der Journalisten zu versetzen, was auch insofern gelang, als dass diese den Part der Fragenstellenden übernahmen.

Die Performance ist vielfach verwendbar und lässt sich in den verschiedenen kulturell-sozialen Bereichen zu adaptieren.

Diese Performance wollte forschend zu sein. – ORF
Glauben Sie an Zufälle? – Der Standard

Termin: Oktober 2006 Location: Boutique Marithé+François Girbaud, Brandstätte 7-9

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